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Der Dobermann
                                                                 
Die meisten Leute kennen ihn: Den Dobermann
...  aus Filmen (gute und vor allem gefährliche Wachhunde) oder aus der Presse (Dobermann beisst ...).
 
Obwohl sie in den Filmen meist nicht gut wegkommen und gefährlich aussehen, spricht ihre Schauspielerrolle doch wohl eher für ihre Lernfähigkeit als für Gefährlichkeit.
 
Und was die Presse betrifft: Erstens, wenn man genau liest handelt es sich meist nicht um einen Dobermann sondern um einen Dobermann-Mischling oder Dobermann-Mix (und wenn auch 5 andere Hunde drin sind: Dobermann klingt einfach gut). Zweitens: Um was für Halter handelt es sich dabei: Betrunkerner "X" oder Arbeitsloser "Y" - oder haben Sie schon einmal von einem reinrassigen Dobermann mit einem ganz normalen Halter gelesen? Und Drittens: Wenn ein beliebiger Mischling jemanden beisst: Wer interessiert sich schon für einen derartigen Artikel?
 
Richtig ist: Ein Dobermann ist ein kräftiger und ausdauerner Hund, mit kräftigem Biss und einer der wenigen Schutzhunderassen.
 
Der Dobermann ist ein äußerst sensibler Hund - und damit vom Grundsatz her lieb und freundlich. Er liebt Kinder und junge Hunde, bzw. Hunde, die das Spielen nicht verlernt haben. Die meisten Leute sind schockiert, wenn ein Dobermann auf ihr Kind zuläuft. Sind Kinder alleine, trifft man in der Regel auf weniger Probleme: Die meisten Kinder sind nicht voreingenommen und wollen auch einen Dobermann eher streicheln - und der hat überhaubt nichts dagegen.
 
Meist liest man auch, dass ein Dobermann eine feste Hand braucht: Fest im Sinne von konsequent - das braucht jedes Tier; Fest im Sinne von streng, ist absoluter Unsinn! Ein Dobermann gibt einem keinen Anlass streng oder gar grob zu sein; er ist sensibel und möchte zum Rudel gehören.
Das einzige, was ich meinem Hund beigebracht habe, ist zu beissen. Er muss beissen und dabei lernen, ab wann es einem Menschen weh tut und wann nicht - und wenn ich beim Spielen einmal "Au!" sage, dann leckt er gleich entschuldigend die Stelle, die er vermeintlich verletzt hat.
 
Ein Dobermann ist auch kein Ein-Personen-Hund - wie oft behauptet wird. Er weiss genau, wer in der Familie das Sagen hat - er liebt aber das ganze Rudel und insbesondere die Schwächeren.
 
Ein Dobermann hat auch ein natürliches Gefühl für Aggresivität: Er spürt sie und er liebt sie nicht - weder beim Menschen noch bei Tieren. Wenn er nicht daran gewöhnt ist, liebt ein Dobermann z.B. keine Katzen. Sie sind Jäger und Räuber und damit in seinen Augen aggresiv. Ein Kaninchen oder eine Ente lassen ihn - obwohl sie für ihn genau so unbekannt sind - vollkommen ruhig. Offensichtlich spührt er dabei einen Unterschied.
 
Ein Dobermann braucht natürlich auch genügend Gelegenheit, seine Power auszuleben - deshalb betreiben viele Züchter auch entsprechenden Hundesport mit ihm. Aber auch Ballspielen ist für den Dobermann schon ausreichend: er jagt hinter dem Ball her, legt ihn zurück in die Hand des Werfers und kann kaum den nächsten Wurf erwarten - ich habe bei keiner Rasse etwas Vergleichbares erlebt!
 
Und noch ein weiteres Vorurteil: Unser Dobermann liebt auch Besucher - denn wir laden nur liebe Besucher ein - und alle waren bisher begeistert von unserem Dobermann.
 
Ich liebe diese Rasse - und nachdem ich meine Familie zum Kauf überreden konnte, gibt es auch für sie keine Alternative: Der Dobermann ist der Hund!
Und wenn ich am Abend meine Frau, die oft Angst vor grossen Hunden hatte, beobachte, wie sie unserem Dobermann die Zähne putzt, was er überhaupt nicht mag, dann weiss ich, für mich gibt es nur einen Hund: Den Dobermann!
 


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